Allgemeine Geschäftsbedingungen
für die Nutzung von Sigmara durch Gewerbetreibende · Stand: Oktober 2026
Frühere Fassung. Sie gilt für Verträge, die vor dem 09.10.2026 geschlossen wurden. Für neuere Verträge gilt die aktuelle Fassung.
§ 1 Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter von Sigmara ist BENNI MEDIA, Inhaber Benjamin Klucke, Gifhorner Straße 25, 21680 Stade (nachfolgend „wir“). Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform Sigmara mit Unternehmern im Sinne des § 14 BGB. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.
§ 2 Vertragsgegenstand
Sigmara ist eine über das Internet bereitgestellte Software für digitale Stempelkarten (Apple Wallet, Google Wallet, Web) und – je nach gebuchten Modulen – Online-Terminbuchung mit Kalender und Kundenkartei. Der jeweils aktuelle Funktionsumfang und die Modulpreise ergeben sich aus der Preisübersicht auf der Website.
Sigmara ist kein Kassensystem: Es verarbeitet keine Zahlungen der Endkunden, überträgt keine Beträge an Kassen und erstellt keine Belege im Sinne der Kassensicherungsverordnung. Angezeigte Preise sind unverbindliche Planwerte aus dem Leistungskatalog des Betriebs.
Auf den digitalen Kundenkarten (Apple Wallet, Google Wallet, Browser) und auf den Seiten, die Sigmara für die Kundschaft des Betriebs bereitstellt (z. B. Kartenausgabe, Speisekarte, Mittagstisch, Reservierung, Warteliste), steht ein dezenter Anbieterhinweis „powered by Sigmara.app“. Der Hinweis ist kein Link und enthält keine Werbung für Dritte. Er ist Teil der Software; eine Ausgabe ohne diesen Hinweis ist nur nach gesonderter Vereinbarung möglich.
Für Heilberufe (z. B. Physiotherapie, Podologie) stehen Terminbuchung und Anhänge nur mit einer gesonderten Vereinbarung zum Umgang mit Gesundheitsdaten und zur beruflichen Schweigepflicht zur Verfügung.
§ 3 Testphase und Vertragsschluss
Neue Betriebe können Sigmara 14 Tage kostenlos und ohne Angabe von Zahlungsdaten testen. Der entgeltliche Vertrag kommt zustande, wenn der Betrieb nach der Testphase die Weiternutzung bestätigt und wir diese annehmen, spätestens mit Rechnungsstellung. Wird die Nutzung nicht fortgesetzt, endet die Testphase, ohne dass Kosten entstehen.
§ 4 Preise und Zahlung
Es gilt der bei Vertragsschluss vereinbarte Monatspreis aus Grundpaket und gewählten Modulen. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Zahlung erfolgt nach Rechnungsstellung, je nach Vereinbarung monatlich oder jährlich im Voraus, per Überweisung oder SEPA-Lastschrift.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats in Textform kündbar; bei jährlicher Zahlweise zum Ende des vorausbezahlten Zeitraums. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
Nach Vertragsende stellen wir die Daten des Betriebs (Kundenkartei, Termine) auf Wunsch innerhalb von 30 Tagen als Export bereit und löschen sie anschließend, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Ausgegebene Wallet-Karten verlieren ihre Funktion.
§ 6 Verfügbarkeit und Änderungen
Wir betreiben Sigmara auf Servern in Deutschland und bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit, schulden jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Wartungsarbeiten kündigen wir nach Möglichkeit an. Wir dürfen die Software weiterentwickeln, solange der vereinbarte Kernfunktionsumfang erhalten bleibt.
§ 7 Pflichten des Betriebs
Der Betrieb hält seine Zugangsdaten geheim, trägt nur wahrheitsgemäße Inhalte ein (insbesondere Preise und Öffnungszeiten) und nutzt die Kartenmitteilungen nicht für unzulässige Werbung. Für die Rechtmäßigkeit der von ihm erhobenen Kundendaten ist er selbst verantwortlich.
§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Für die Daten, die der Betrieb über Sigmara verarbeitet, ist er datenschutzrechtlich Verantwortlicher; wir handeln als Auftragsverarbeiter. Die Einzelheiten regelt ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, den der Betrieb im Programm abschließt. Plattform, Kundendaten und Datensicherungen liegen auf Servern in Deutschland. Ausnahmen – etwa Google Wallet oder die KI-Auslese – nennt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (Anlage 2); Einzelheiten auch in der Datenschutzerklärung.
§ 9 Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit und bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen; die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 10 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist, soweit zulässig, der Sitz des Anbieters. Änderungen dieser Bedingungen teilen wir mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit; widerspricht der Betrieb nicht bis zum Wirksamwerden, gelten sie als angenommen – hierauf weisen wir in der Mitteilung gesondert hin. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.